S3 | EP08: Der schnellste Spüler der Welt (mit Hosein Hasanzadeh)
Shownotes
In der Geschichte des Tulus Lotrek gibt es einen besonderen Menschen: Hosein. Anlässlich seiner Einbürgerung blicken Max und Ilona gemeinsam mit ihrem ehemaligen Spüler und heutigen Malergeselle auf seine außergewöhnliche Reise zurück. Was einst als harter Kampf gegen die Bürokratie begann, wurde zu einer Geschichte voller Schicksalsbegegnungen, bedingungsloser Hilfsbereitschaft und tiefer Freundschaft. Eine zutiefst bewegende Folge über das Ankommen, das Zusammenhalten und die Erkenntnis, wie viel schöner das Leben wird, wenn man sein Herz weit für andere öffnet.
Hosein könnt ihr hier für Maler- & Handwerksarbeiten beauftragen: https://www.malux-hh.de
Unser fantastischer Spüler Umesh hat seinen Master in Public Health sowie einen Bachelor in Dental Surgery in der Tasche und sucht ab sofort eine Stelle als Zahnarzthelfer! Wenn ihr eine Praxis habt oder jemanden kennt, meldet euch gerne bei uns unter Dann schreib uns an mail@tuluslotrek.de. Wir legen für diesen herzlichen und fleißigen Menschen alle Hände ins Feuer.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo, Max Strohl?
00:00:01: Hallo Ilona Scholl.
00:00:02: Das hier ist Tulus.
00:00:03: die Geschichte eines Restaurants spielt den Song am besten mit doppelter Geschwindigkeit.
00:00:07: jetzt!
00:00:23: Ich bin ja für die Menschen, die Sachen in dem Podcast immer kommentieren, die nach einem Videopodcast fragen.
00:00:28: Wir haben uns ja sehr offensiv und sehen in den Augen, dass wir gegen eine offene Küche entschieden haben.
00:00:32: aber ich finde so ein Videopodcast, wenn du einen Ab-Hotest, wie man sagt, abdänst, Ilona Sholl.
00:00:37: Find' ich schon gut.
00:00:38: Ich glaube, die Hörerschaft und Zuschauer schafft würde er ins Unermessliche steigen, wenn man dich tanzen sehen würde.
00:00:45: Naja ich würde das dann natürlich unterdrücken und nur noch distinguiert und ernsthaft rüberkommen wollen.
00:00:52: denn ich will ja als seriöse medienerzeugende Frau rüber kommen so wie wir wahrgenommen werden, kompetente Personen.
00:01:00: Folgendes Max du weißt ja Ich war letztens mal ohne dich essen weil du keine Zeit hattest.
00:01:05: Ich war krank!
00:01:06: Du warst krank?
00:01:07: Das muss man schonmal festhalten.
00:01:08: also Zeit hindert mich nicht am Essen Der Mageland-Zeit hindert mich nicht an der Nahrungsaufnahme.
00:01:14: Das ist absolut wahr!
00:01:15: Wir waren beide eingeladen zu einem besonderen Essen, es war eine Veranstaltung zur Ehren eines ehemaligen Mitarbeiters von uns und wir können einmal ganz kurz hören wie das war.
00:01:41: So heute haben wir was ganz Besonderes vor.
00:01:45: Wir sitzen hier mit einem Gast, einem ehemalsigen Mitarbeiter aus dem Tullus.
00:01:49: Sein Name ist Hossein.
00:01:51: er ist Afghane aus dem Iran nach Deutschland geflohen.
00:01:55: Und was wir gerade gehört haben, war die Überraschungsparty anlässlich seiner Einbürgerung also der Tag seitdem Hossein deutscher Staatsbürger ist.
00:02:05: Hosseinn hat einen Top-Job im Tullos gemacht.
00:02:07: alle lieben ihn.
00:02:09: er bedeutet uns viel und es bedeutet uns ebenfalls viel dass er heute zu Gast in unserer Sendung ist und seine Geschichte mit uns teilt die wahnsinnig bewegend ist die uns bewegt und definitiv auch verändert hat.
00:02:20: Wir können aus eigener Erfahrung sagen, ein Raum wird immer heller und wärmer und besser wenn Hossin ihn bevölkert.
00:02:26: Und das spüren wir hier heute ein weiteres Mal!
00:02:29: Hallo Hossein!
00:02:30: Hi Ilona, hallo Hosseini Max!
00:02:32: Richtig richtig schön dass du da bist!
00:02:34: Ja
00:02:34: diese Stimme ich weiß nicht wie viel.
00:02:36: hunderttausendmal habe ich seitdem dieses Video nochmal also von vorne.
00:02:40: Vielleicht kannst du einmal erzählen, du wurdest ja da mit einer Augenbinde reingeführt in dieses Restaurant.
00:02:47: Was war denn das für ein Tag eigentlich?
00:02:49: Das
00:02:50: war Einbürgerungstag nach elf Jahren.
00:02:53: Also ich habe endlich zum ersten Mal in meinem Leben irgendwie Staatsangehörigkeit haben.
00:03:02: Ich war mit meiner Freundin Alexander Belass am Währungsgetrofen und es war ein Plan Weil sie meinte, äh... vor mich eine Überraschung hat.
00:03:11: Und meinte ja so, da haben wir uns getroffen.
00:03:14: So jetzt müssen wir deine Augen zumachen!
00:03:17: Wie?
00:03:17: Äh dann hatte du so ein schwarzes Ding.
00:03:20: Ey bitte
00:03:21: wirklich?!
00:03:22: Ja!
00:03:22: Können wir nicht anders machen und ich kann die Augen wenigstens so zu machen?
00:03:25: Nee das geht gar nicht!
00:03:28: Ich wollte wirklich erstmal nicht machen aber dann sagt sich okay Dann ganz straßenlang zusammen gelaufen wie so'n Blinder weißt du.
00:03:36: Also zum Kurus.
00:03:38: Das ist das Restaurant, den wir uns getroffen haben.
00:03:40: Persisches Restaurant?
00:03:42: Genau!
00:03:42: Ist
00:03:42: das dein Lieblingsrestaurant?
00:03:43: Ja...
00:03:44: Also du bist da, machst die Augen verbunden und läuft wie ein Blinder durch Berlin-Mitte.
00:03:49: Genau.
00:03:50: Und dann sind wir irgendwann meintejahr.
00:03:53: hier kommen wir rein und so ich stufe pass auf und so habe ich so Essen gehoben.
00:03:58: Ich dachte immer, hmh, mir riecht nach Essen und dann hat die Auge aufgemacht.
00:04:04: Ich habe, wie gesagt im Video gesehen.
00:04:06: Ich habe mich noch nie so happy gesehen und bis zum Ende
00:04:13: war
00:04:13: meine Fresse da oben.
00:04:17: Was denn
00:04:17: grinst gerade sehr aus den Zeltiven?
00:04:23: Ich glaube... Wir müssen einmal ganz kurz alle Leute, die uns zuhören mitnehmen.
00:04:29: Denn wir drei kennen uns ja schon sehr, sehr lange aber dich aussehen kennt ja keiner unserer Zuhörenden bisher und wir müssen einmal kurz auflösen warum ich da eigentlich war?
00:04:40: Warum Max da eingeladen war und woher wir uns alle kennen.
00:04:45: Ich möchte an dieser Stelle hier einfach grob reingerätet und ich merke es jetzt schon dass das hochemotional ist?
00:04:50: Ja, auf jeden Fall.
00:04:51: Also ich bin schon jetzt emotional fix und fertig.
00:04:54: Ich versuche ja immer wenn es mir schlecht geht an diese Punkte zu kommen die wir heute hier erreichen Rührung und so weiter sofort.
00:05:01: Aber dann schießt er mal los, Ilona!
00:05:03: Wer ist Hossin eigentlich?
00:05:04: Erzähl
00:05:04: einfach mal du, woher du den eigentlich kennst.
00:05:07: Also ich weiß es nicht... Ich würde schätzen, es ist jetzt im Jahr zum Jahr hier in Deutschland.
00:05:11: Hossinn hat gesagt, seit elf Jahren ist er in Deutschland, das heißt ich würde schätzen, dass es wahrscheinlich schon im Jahr war.
00:05:17: Oder wir hatten das Restaurant also ein bis anderthalb Jahre geöffnet und dann hat Hossín mich auf dem Handy angerufen soweit ich weiß, mich erinnere und gefragt auch wenn man vorbeikommen könne um sich vorzustellen Ich weiß nicht, wo du meine Nummer her hattest.
00:05:33: Weißt du es?
00:05:34: Ja.
00:05:34: Woher?
00:05:37: Also, du kennst noch Simon.
00:05:38: Simon war bei euch als Koch in der Kuschel.
00:05:41: Ja!
00:05:42: Genau.
00:05:43: Also total netter Typ.
00:05:46: In meinem Durchschkuss... Damals habe ich einen Durchschkus gemacht und da war eine Mitschuler, der aus irgendwo Afrika kam Und der hatte bei euch, ich glaube, ein paar Monate oder ein paar Jahre gearbeitet.
00:05:58: Und habe ich irgendwann im Gefahr... Kennst du jemanden hier, der eine Arbeiter braucht?
00:06:04: Ich möchte arbeiten!
00:06:04: Ich brauche Arbeit und dann sagt er ja vielleicht kann ich dir helfen.
00:06:09: Dann hat er mir einen Telefon gegeben.
00:06:11: Ich glaube, dein Telefonnummer oder Simon?
00:06:12: Ich glaube nicht.
00:06:13: Simon-Telefonnummar hat erst mal mir gegeben und Simon hat dein Telefonnummer gegeben!
00:06:18: Also auf jeden Fall hast du angerufen.
00:06:19: ich konnte das nicht zuordnen und dann bist du irgendwann so dann erschienen im Restaurant und du hattest einen kleinen Rucksack an auf dem ganz viele Hand für Mariana Blätter gedruckt waren.
00:06:28: Da habe ich gedacht da ist ein guter Kerl.
00:06:30: Dann haben wir uns unterhalten kurz irgendwie mit Händen und Füßen weil dein Deutsch war dann nicht so gut.
00:06:35: Ich spreche auch deine Sprache nicht aber irgendwie haben wir es in die Augen geschaut gemocht.
00:06:40: Ich hatte großen Respekt vor deinem Wallen, den Haupttag habe ich natürlich immer noch und dann haben wir das miteinander
00:06:46: versucht.".
00:06:47: Genau also wir mussten natürlich erstmal und das erzählen wir nachher noch in Ruhe einen Gang durch die Behörden gehen weil Hossein hatte nämlich zu dem Zeitpunkt noch keine Arbeitserlaubnis.
00:06:57: Die mussten wir erst mal besorgen und das war ein wilder Ritt.
00:07:01: aber genau Dann haben wir Hosseinn eingestellt und wir kommen da nachher noch mal dazu.
00:07:06: Aber erst einmal will ich sagen, ich war letztens eben auf dieser Einbürgerung, auf diesem Abendessen zu Hosseins Ehren und was da passiert ist, war einfach so irre!
00:07:18: Also ich habe da... Ich saßen ganz viele Leute an diesem Tisch und ich hab dann einfach Hossein gefragt du sag mal, ich kenne ja hier eigentlich nur eine Hand vor Leuten aber hier sitzen ja viel mehr.
00:07:28: kannst Du einmal erzählen woher kennst Du die denn alle?
00:07:32: Und Hosseinn hat es dann gemacht und dann hat er das erste Mal So richtig erzählt, wie seine Geschichte in Deutschland eigentlich war.
00:07:41: Und ganz viel davon wusste ich nicht!
00:07:42: Also ich kannte so ein bisschen was drumherum... Ich kannte ein paar Leute aber ich wusste nicht so richtig, wie es angefangen hatte und so wurde quasi einmal rekapituliert, wie aus den gesamten letzten elf Jahre waren und diese Geschichte war so irre.
00:07:59: also Max, du und ich haben fünf Folgen Tullos-Podcast gemacht aus diesen zehn Jahren.
00:08:05: Wenn man Horsens Leben wirklich Rechnung tragen wollen würde, bräuchte man glaube ich zwölf Folgen oder so?
00:08:10: Das ist so irre was da alles passiert ist!
00:08:12: Und was für glückliche Zufälle und was für wilde Fügungen... ...und Horsen als Typ einfach.
00:08:19: Ich war so traurig dass du das nicht mitbekommen hast,... ...dass du diese Geschichte nicht gehört hast, dass ich Horses hinterher gefragt habe.
00:08:25: Du sagst mal, willst du das Max nicht einfach...?
00:08:29: im Studio erzählen.
00:08:30: und das ist genau das, was wir jetzt machen.
00:08:32: Wunderbar!
00:08:33: Ich lehne mich zurück.
00:08:33: ich bin ganz ohr.
00:08:34: Stroh schließt die Augen für die, die es nicht sehen.
00:08:36: Ja... Wir haben uns entschieden im Vorfeld dass wir wirklich anfangen mit Deutschland, also dass wir einfach nicht dein gesamtes Leben erzählen.
00:08:44: Weil ansonsten brauchen wir vierundzwanzig Stunden und ihr da draußen bräuchte ganz viele Taschentücher und so.
00:08:50: Und hier sind ja immer noch ein Unterhaltungspotkast.
00:08:52: Also erzählen wir von zwei Tausend Fünfzehn ab.
00:08:55: Wir erinnern uns das war das.
00:08:58: Wir schaffen das Ja.
00:08:59: Also Merkel hat hat es gesagt um einen großen Zustrom geflüchteter Menschen aufzunehmen und zu integrieren.
00:09:07: Das war auch das Jahr in dem du nach Deutschland gekommen bist.
00:09:11: Richtig aussehen?
00:09:21: –
00:09:22: Das war eigentlich nicht mein Plan hier in Deutschland zu bleiben, sondern weiter nach England.
00:09:28: Das war ein Ziel damals.
00:09:30: Aber den Werk bis hierher war nicht einfach für einen Mensch.
00:09:35: für normale Menschen, wie wir.
00:09:37: Und das war irgendwie kein Energie mehr.
00:09:39: Irgendwann haben wir gehabt und dachten wir okay ... Wir machen eine Pause hier erst mal und dann schauen wir, wie es weitergeht.
00:09:47: Wo warst du?
00:09:48: Also du bist nach Berlin gekommen und wo warst Du untergebracht?
00:09:50: Direkt also die ... Wie heißt das Lageso-Ramt?
00:09:55: oder oben?
00:09:56: Ja genau.
00:09:57: Das Lagesoo.
00:09:58: Genau da sind wir erstmal angekommen.
00:10:00: Also natürlich von den Leuten davor zuständig waren, von der Grenze bis irgendwo sind wir verteilt in Deutschland und wir glücklicherweise direkt nach Berlin.
00:10:12: Und dann waren wir ein oder zwei Wochen in Spando.
00:10:18: da war auch eine große Sporthalle Olympia oder so was?
00:10:23: Olympiastadium.
00:10:24: Ah!
00:10:24: In Spandau.
00:10:25: Große
00:10:25: Sporthallen, Olympiastaillon.
00:10:27: Da sind wir erst mal zwei Wochen übernachtet im Stadium mit Keine Ahnung, wie viele hunderttausend Menschen.
00:10:37: Das war der erste Ankauf.
00:10:40: Du kommst erst mal da an und dann würdest du in ganz Berlin verteilt.
00:10:46: Je nach Beziehung wie viel Pilots haben und so.
00:10:49: Und wir sind von da nach Zellendorf geschickt worden.
00:10:53: Da war auch wieder ein Sporthalle.
00:10:56: Da waren wir ungefähr ein Jahr oder weniger vielleicht.
00:11:01: Das war unser erster Zuhause in Berlin oder Deutschland, wo wir für längere Zeit gelebt haben.
00:11:11: Mit vielen anderen Menschen.
00:11:12: Eine
00:11:13: Sporthalle?
00:11:14: Kein eigenes Zimmer...
00:11:18: Doppelbett immer, die selber mit irgendwelchen Stoff- oder Badehandtüchern zugemacht haben für sich.
00:11:26: Weißt du das?
00:11:27: Irgendwie für dich eine private Ecke hast und die Leute, die Single waren, die haben so einen Ladenbett.
00:11:39: Genau, ein Teil vom Sporthalle war der, wo die Leute keine Familie hatten, also die Hälfte war für die Familien.
00:11:47: Da hat alles angefangen, genau.
00:11:49: Dann war Mama Holde oder besser gesagt Oma-Holde haben wir immer
00:11:53: genannt.
00:11:54: Also den Teil, den du jetzt gerade erzählt hast, den hast du nicht erzählt beim Abendessen?
00:12:00: Den kannte ich noch gar nicht!
00:12:01: Du hast angefangen bei Holde...
00:12:04: Und wer ist jetzt
00:12:04: Holde?!
00:12:05: Okay wenn ich es recht weiß dann ist Holde eine ältere Dame die in der Nachbarschaft des Flüchtlingsheimes gewohnt hat, in dem du dich damals befunden hast Hossein und du hast die durch einen Zufall kennengelernt.
00:12:23: Ist das richtig?
00:12:24: Holde ist eine ältere Dame, eine sehr nette ältäre Dame aus Berlin, aus West-Berlin, Zellendorf also wir da angekommen sind.
00:12:34: dann habe ich mich informiert wie lange wir da bleiben in diesem Flüchtlingsheim und hab ihn erst mitbekommen dass wir bestimmt Mindestens ein Jahr müssen wir erstmal hier wohnachten oder bleiben und dann... Man weiß nicht, also ganz dunkle Zukunft.
00:12:50: Und da habe ich erst mal gedacht okay, ich muss was tun aber wie?
00:12:54: Was?
00:12:55: Wo?
00:12:55: Mit wem?
00:12:56: Da waren wir einen Tag, also ich kann mich gut erinnern dass wir mit meinen damaligen Frauen und meinem Sohn alle auf der Bank gesessen.
00:13:05: Das war irgendwie Mittag oder so.
00:13:07: Dann habe ich eine ältere Dame gesehen, die vorbeiläuft.
00:13:10: Sie hat uns auf einmal gestoppt und uns zugeguckt, hallo gesagt.
00:13:16: Kein Wort durch.
00:13:17: natürlich könnte man auch damals ...
00:13:18: Die hatte einfach gewunken?
00:13:20: Ja, einfach gewunden und so.
00:13:21: Und haben wir auch gelächelt und gegenseitig gemacht.
00:13:26: Und meinte, kommt ihr irgendwie?
00:13:28: Hat uns gerufen!
00:13:30: Wir waren zu ihr... wirklich mit Handsprache.
00:13:34: Ja genau,
00:13:35: Hossein
00:13:36: gestikuliert hier gerade auch total viel das kann man natürlich nicht hören.
00:13:39: aber genau du machst es grade sehr wingstwild und...
00:13:42: Genau!
00:13:43: Mit Handsprache uns gesagt irgendwie dass wir wenn wir wollen nach Hause gehen bei ihm also mit ihr nachhause gehen.
00:13:51: dann hat meine Frau mich angeschaut.
00:13:53: was meinte sie?
00:13:55: Ich glaube sie meinte dass wir noch so bei mit ihr Nachhose gehen.
00:13:58: Er sagte wollte mir machen ich sagte ja vielleicht Machen wir.
00:14:03: Dann sind wir mitgelaufen bei ihr zu Hause, ich glaube sie ist extra.
00:14:09: also sie hat bevor alles vorbereitet weil als wir da angekommen sind bei ihr Zuhause im Badesimmer lag Baden-Handtücher vor.
00:14:20: wie gesagt vorbereitet weißt du vor paar Personen jeweils ein groß und kleiner Baden Handtüchter Seife Vorbereitet, Kuschel war alles ganz genommen.
00:14:31: So ein Teller-Besteck.
00:14:32: Alles vorbereitet für paar Leute.
00:14:34: und meinst ihr hier könnt ihr duschen?
00:14:37: Das war echt ein Traum von mich nach ein paar Monaten.
00:14:41: das war ich glaube ich nach drei vier Monate Ein Traum.
00:14:46: endlich einen Badezimmer Für dich alleine.
00:14:50: Ja also da dachte ich okay endlich ein Badesimmer.
00:14:53: Das war das war echt gut.
00:14:55: Und dann sagte, hier Kuschel ihr könnt kochen.
00:15:00: Ich kann nicht daran erinnern was wir genau wie wir genau unterhalten haben aber ich weiß wo worum es immer ging und die Schränke gezeigt.
00:15:09: hier ist eine Nudeln so hört so geht an.
00:15:13: jede einzelne gezeigt.
00:15:14: ja dann haben wir Nudel gekocht zusammen gegessen und da hat es angefangen.
00:15:19: da war da hatte ich mein erste Mensch in Deutschland und das war für mich Deutschland.
00:15:30: Bei ihr waren wir zu Hause angekommen.
00:15:34: Und das ging dann noch weiter mit Holde?
00:15:37: Also, das war jetzt nicht nur einmal oder... Ja
00:15:39: immer!
00:15:41: Wir waren bestimmt alle zwei, drei Tage bei ihr Zuhause.
00:15:44: Sie hat sich ganz toll gefreut wie ein Enkelkind bei Holde.
00:15:50: Holde hatte kein Kinder.
00:15:52: Wie alt war denn
00:15:53: Holde?!
00:15:54: Sonntag waren wir bei ihr, hab ich noch mal gefragt.
00:15:57: Sechsundachzig Jahre alt?
00:15:59: Ist sie jetzt oder war sie damals okay?
00:16:01: Also das ist so elf Jahre her.
00:16:03: Genau.
00:16:04: Aber
00:16:04: man hebt immer noch Kontakt!
00:16:05: Ja...
00:16:07: War Holde auch beim Dinner?
00:16:08: Nee, Holde ist im Pflegeheim ne?
00:16:11: Jetzt ist es im Pflegeheim.
00:16:12: Genau, aber Holde war Deutschland für Aussehen.
00:16:16: Krass!
00:16:17: Da dachte ich ... Das war eigentlich auch ein Grund dass wir hier geblieben sind.
00:16:23: Weißt du, Holler hat uns vereinfacht das Flüchtlingsheim.
00:16:27: Ja man weiß auch nicht ob mein Großbritannien auch noch Holter trifft.
00:16:30: Holller hat vielleicht auf uns hier gewartet oder wir sollten einfach... Das war kein Zufall überhaupt nicht!
00:16:41: Ich finde, ich bin ja keine besonders spirituelle oder schicksalsgläubige Person.
00:16:45: Aber es gibt in deiner Geschichte so ein paar Menschen, denen du über den Weg läufst und die dir über den weglaufen, wo man sich denkt das kann kein Zufall sein einfach.
00:16:56: Wie lange ging das mit heute?
00:16:58: Nach einem Jahr, wo wir im Zellendorf waren dann sind wir zu einer anderen Flüchtlingsheim, bei der wir endlich einen extra Zimmer hatten.
00:17:07: Das war auch natürlich nicht schon ... Eine Zimmer hast du ohne Schlüssel, oder nicht?
00:17:12: Du darfst nicht abschließen.
00:17:14: Ja ja weißt du das geholt damals alles dazu.
00:17:18: Das hatte auch ein Regeln oder eine Gesetze.
00:17:22: aus irgendwelchen Gründen durften wir nicht in unsere Zimmer abschliessen.
00:17:25: Warum wie auch immer ist auch so, aber wenigstens haben wir zwischendurch schöne Zeiten gehabt im Flüchtlingsraum auch.
00:17:34: Aber kein privat fair sagt man!
00:17:37: Da haben wir uns kennengelernt.
00:17:38: Da hast du gelebt, weil ich habe vorher kurz gedacht, warte mal, hast du in dieser Sporthalle gelebt?
00:17:46: Als du bei uns gearbeitet hast ... Du hast auf jeden Fall immer erzählt, ihr habt ein Zimmer und dann hab' ich gerade kurz gedacht oder hast du das erzählt
00:17:55: damit?
00:17:55: Genau!
00:17:56: Danach hab ich auch bei euch angefangen
00:17:59: Genau.
00:18:00: Das war im Jahr zwei Tausend Siebzehn,
00:18:02: genau.
00:18:02: Dann kam das schicksalshafte Telefonat mit Max sozusagen und dann war es so bei uns.
00:18:10: Und dann haben wir – und das erzähle ich jetzt vielleicht kurz – diesen Gang durch die Institution?
00:18:15: Ja,
00:18:16: das war eine ganz schwere Entscheidung!
00:18:19: Hossin hat dann bei uns gearbeitet und wir hatten noch eine andere spülende Person.
00:18:23: Es war Chef-Spüler Joe Offischel, war sein Instagram Account.
00:18:28: Wenn Joe frei hatte Und auch wenn zu viel zu tun war, hat Hossin den unterstützt oder eben alleine dort diesen Posten gemacht.
00:18:34: Aber Hossinn ist relativ schnell so vom Spüler zum Küchenhelfer herangewachsen weil du einfach der Schnellste warst.
00:18:43: Du warst am schnellsten gespült und am saubersten.
00:18:47: Du hast die Messlatte für alle Leute die später gekommen sind sehr hochgesetzt, weil du das Besteck poliert hast.
00:18:52: Das hat vorhin das Service gemacht usw.
00:18:54: Das stimmt, du hast es allen weiteren Spülern echt schwer gemacht.
00:18:57: Sehr
00:18:58: schwer!
00:18:58: Und wenn du was zum Keller geholt hast... Wir haben damals eine Stoppuhr gehabt auf dem Handy, auf der wir gestoppt haben wie schnell du bist, weil du nicht nur sehr schnell unten warst sondern auch die Sachen sofort gefunden hast.
00:19:10: Die Sachen, die wir gesucht haben also wir Köche hat Hossin einfach sofort gefunden und wir waren uns irgendwann jemanden in den Keller gestellt damit er guckt ob Du auch wirklich im Keller warst.
00:19:22: Weil das so schnell war, dass es für uns Unvorstellbar war überhaupt in dieser Zeit runterzugehen, in der du schon wieder unten und oben warst.
00:19:29: Und dann erinnere ich mich an eine Sache Da hast du Garnelen auseinandergenommen und zwar War das so ne blaue bayerische Ganele die ist ganz ganz filigran hat ne sehr dünne Schale.
00:19:39: Wir wollten das Schwanzglied dran haben aber das musste ganz bleiben damit man das aufwächern kann Damit das an den Teller gut aussieht.
00:19:44: und wir wollten auch den sogenannten Darm gezogen haben.
00:19:47: und den Darm zu ziehen Bei einer Ganele ist gar nicht so leicht, vor allem wenn das Schwanzglied dran bleibt.
00:19:52: Und Hossin hat es wirklich so gemacht als würde er im offenen Herzen oder so operieren.
00:19:55: man hat keinen Einstichloch gesehen.
00:19:57: Es gab also quasi keine Narbe im Nachhinein.
00:19:59: Du hast die Sachen daraus genommen wie ein Weltmeister und dann weiß ich noch in Wunder wir beide waren irgendwo essen und dann gab es so holausgelöste Topinamburschale und das wollten wir auch machen und keiner hat es hingekriegt diese das Innere dieser quasi Topinambu rauszuholen und die Schale ganz zu lassen, aber Hosshin schon.
00:20:18: Und auch das in einer Geschwindigkeit.
00:20:19: also ich würde einfach sagen du hast eine Fingervertigkeit und eine Geschwindigkeiten einen Wählen und eine Motivation und eine Unbekümmertheit an den Tag gelegt mit aller ... Du bist mit den Sachen... An die Sachen mit so viel Liebe und Motivationsranggang.
00:20:33: es war unerträglich für uns als du wirklich dann gesagt hast dass du keinen Bock hast eine Ausbildung zu machen.
00:20:38: Das möchte ich einmal sagen damit man auch weiß in welcher Arbeitsmoral quasi die Messlade für alle darauffolgenden Arbeitnehmerinnen extrem hochgelegt hat.
00:20:46: Ja, das stimmt und du wärst ein ausgezeichneter Koch geworden, Hossein!
00:20:53: Ich muss trotzdem einmal erzählen wie wir diese Arbeitserlaubnis überhaupt bekommen haben weil das war nämlich... also du hast dich vorgestellt, Max hat gemeint ja klar kannst morgen anfangen.
00:21:01: ich habe gemeint hey time out.
00:21:03: so wir müssen erst mal ganz kurz gucken, Hossin hast du eine Arbeitserlaubnis?
00:21:07: Und du hattest noch keine.
00:21:09: Und dann haben wir die beantragt.
00:21:12: und wie immer bei sowas, die Formalitäten sind super komplex.
00:21:18: Es gibt wahnsinnig viele bürokratische Hürden und ich weiß noch was ich mich zusammen gegoogelt... also ich habe mir einen Wolf gegoogelt, wie man diese Formulare richtig ausfüllt.
00:21:28: Wir saßen da drüber und haben uns den Kopf gemacht und dann wurde das erstmal abgelehnt Und wir wollten nicht mal eine volle Arbeitserlaubnis.
00:21:37: Wir wollten ein Mini-Job, kein sozialversicherungspflichtiger Job sozusagen sondern wir wollten einfach das Hossein zwölf Stunden oder so die Woche bei uns spülen kann.
00:21:46: So haben sie abgelehnt.
00:21:48: dann haben die gesagt Die Begründung war wir müssen nachweisen dass es genug also alle Vorzugsberechtigten und das bedeutet Leute aus Deutschland und aus der EU die diesen Job machen könnten nicht geeignet sind oder diesen Job nicht machen wollen.
00:22:04: Das heißt, es ging los mit.
00:22:06: wir mussten eine Liste von Leuten erstellen die sich bei uns vorgestellt haben, die entweder nicht wiedergekommen sind oder den Job nicht ordentlich gemacht haben.
00:22:15: und dann gab's erstmal so ne Hand voll Jürgens, die gekommen sind, die sich das angeguckt haben.
00:22:20: ich glaube nur einer von denen hat überhaupt ne Probeschicht
00:22:22: gemacht, weißt du das
00:22:24: noch?
00:22:24: Ja ja also wenn die zum Vorstellungsgespräch erschienen sind, sind sie nach meistens nicht zum Probearbeiten erschienen Oder sie sind auch einfach gar nicht erschienen.
00:22:32: Ich weiß, dass Leute also die sind dann zu Probeschicht erschienen und sind aber dann hinten rum wieder raus und waren weg.
00:22:38: Dann haben wir gewartet und da war die Person einfach weg.
00:22:41: Ja
00:22:41: ich glaube das ist auch eine Auflage gewesen für die Bewerbenden nachweisen müssen, dass sie sich irgendwo beworben haben.
00:22:46: Genau!
00:22:47: Und wenn die dann da waren, weil die Sache erledigt, dann waren ja wieder weg.
00:22:49: Ganz ehrlich muss man jetzt einmal so sagen bei uns im Team zu arbeiten ist glaube ich ne tolle Sache.
00:22:55: insgesamt.
00:22:57: Der Spüljob ist ein super harter Job.
00:23:01: Man hat eigentlich keine Aufstiegsmöglichkeiten, man steht die ganze Zeit in diesem Wasserdampf und hebt schwere Sachen... körperlich wahnsinnig anstrengend, so ist auch nicht die bestbezahlte Stelle in unserer Küche.
00:23:16: Also das ist tatsächlich kein geiler Job!
00:23:19: Jürgens haben den nicht gemacht.
00:23:21: Kein Einziger hat diesen Job machen wollen.
00:23:23: und dann gab es natürlich aber... Ich glaube wir hatten einmal einen jungen Mann aus Polen der war da und dann hatten wir eine Frau aus Nordafrika Und wir haben so viele Leute gesucht, Also, genau.
00:23:39: Wir mussten Leute eine Probeschicht geben und wir mussten nachweisen, dass wir Menschen aus der EU und aus Deutschland versucht haben diesen Job zu vermitteln und das das nicht geklappt hat.
00:23:52: Es hat nochmal zweieinhalb Monate oder so gedauert und dann wird es für Hossein noch mal beantragt und dann haben die das wieder abgelehnt.
00:23:59: Und dann haben wir Max uns überlegt weil ... Schicht, die für Hossein vorgesehen war aus der Küche rausgemacht.
00:24:11: Einer von den Köchen hat diesen Tag gearbeitet immer.
00:24:14: D.h.,
00:24:14: diesen Job gab es quasi nicht mehr denn wir haben ihn ja besetzt.
00:24:18: also haben wir gesagt und das haben wir ein Schreiben aufgesetzt Es gibt diese Stelle nicht mehr außer für Hossain.
00:24:27: Wir schaffen diese Stelle quasi nur für Hossen weil eigentlich können wir sie aus dem Betrieb herausbesetzen.
00:24:34: Wir haben uns gedacht, wenn das Arbeitsamt dann sagt ja ne wir verbieten ihnen eine stelle zu schaffen also wir verbinden ihn jemanden in arbeit zu bringen Dann können wir zum anwalt gehen so und diese dieser knif sozusagen
00:24:50: aus den guck beeindruck hat dann
00:24:51: dazu geführt dass hossain diese arbeitserlaubnis bekommen hat für Diese zwölf stunden die woche.
00:24:59: also es ist wirklich einfach insane.
00:25:01: Das hat monatelang gedauert.
00:25:04: Wir wollten einfach nur, dass jemand bei uns bitte gut
00:25:07: spült.
00:25:09: Und dann haben wir endlich diese Genehmigung bekommen für dich und dann hast du angefangen zu spülen.
00:25:17: Dann ist das passiert was Max gerade beschrieben hat.
00:25:20: Hossin hat also gespült wie ein Weltmeister.
00:25:24: Er war nicht immer ganz pünktlich wenn ich mich richtig erinnere Das war aber das Einzige.
00:25:28: Ja, das ist egal, weil er hat es ja wieder rausgeholt.
00:25:32: Er hat sie wieder raus geholt!
00:25:33: Das ist so wie wenn man bei Formel eins im Start in den Start verpennt und dann von Platz sechs in den Staden muss... ...und dann trotzdem gewinnt.
00:25:39: Genau ich weiß auch noch, wie du... Ich kann mich daran erinnern Max, wie Du so ein-zwei Mal auf diese Spüle geguckt hast.. ..und es türmte sich einfach bevor Horst hin angefangen hat.
00:25:49: Türmte dich Topf auf topf auf Topf und dann war das so eine Gebirge Und du bist immer skeptischer geworden.
00:25:59: Die Augenbrauen haben sich zusammengezogen und man hat auch gemerkt, Max ist genervt so.
00:26:03: Und dann kam Hossein irgendwie halbe Stunde zu spät zur Arbeit oder so.
00:26:06: Dann hast du zu ihm gesagt ja also das muss jetzt weggespült werden bevor wir zum Perso essen gehen.
00:26:13: Es war irgendwie klar dass wir jetzt zu späht perso essen können.
00:26:17: Das haben wir alle gedacht?
00:26:18: Okay, alles klar.
00:26:19: Wird ne Viertelstunde länger dauern.
00:26:21: Bust du Kuchen?
00:26:21: Haste immer fünf Minuten früher fertig als das Persoessen eigentlich angesetzt war.
00:26:26: Es war irre!
00:26:30: Hast du noch irgendeine Erinnerung aus der Zeit,
00:26:32: Hossein?
00:26:33: Ja also viele.
00:26:35: Also Tulus war echt eine Studium für mich.
00:26:40: Ein
00:26:40: Studio wiefern?
00:26:44: Wie man im Durchland lebt oder leben soll.
00:26:49: Und das war für mich, weißt du?
00:26:50: Das war erste Möglichkeit hier zu arbeiten.
00:26:54: Ich habe früher Arbeitserlaubnis bekommen und da dachte ich okay jetzt musst du Gas geben!
00:26:59: Jetzt musst du deinen Besten zeigen.
00:27:00: Das ist erster Chance und vielleicht findest du nie wieder.
00:27:06: Automatisch denkt man ok, jetzt hast du irgendwas gefunden darf ich nicht verlieren?
00:27:13: Diese Stelle wenigstens.
00:27:14: Und da hab ich versucht immer, mein Beste zu gewöhnen.
00:27:19: Es war ziemlich schnell klar ... Das hat Max auch irgendwann zu mir gesagt.
00:27:22: Der hat zu mir gemeint, aus dem müsste eigentlich Arzt werden dürfen oder so, ne?
00:27:30: Da hatten wir eine ziemlich anstrengende Schicht und es ist jemand ausgefallen und du hast die Spüle gemacht und aber gleichzeitig irgendwie.
00:27:38: was dann ... Max rechte Hand oder irgendwie sowas und hast für zwei gearbeitet?
00:27:44: Ja, das
00:27:44: war interessant.
00:27:45: Hossin hatte so eine Auffassungsgabe Und Hossinn hat die Amüs gemacht aus der kalten Küche.
00:27:50: Das ist in der Küche relativ nah beieinander.
00:27:52: Man konnte Hossín einmal zeigen wie es sein muss Auszusehen hat.
00:27:56: Dann sah das halt so aus Und zwar immer
00:27:59: Abgesehen davon dass niemand von uns die Fingerfertigkeit hatte.
00:28:01: genau war's halt auch diese steile Lernkurve.
00:28:05: Ja weißt du ich habe mir mal so gedacht okay Als Dankeschön dachte ich so, jetzt habe ich die Arbeitsstelle.
00:28:12: Ilona und Max haben sich recht nur gegeben.
00:28:16: Das war eine große Herausforderung alleine dieser Arbeitserlaubnis.
00:28:19: Und jetzt muss ich wieder gut machen!
00:28:21: Ja... Und diese Arbeit in eure Kuschel klein hart echt Respekt wirklich.
00:28:28: da dachte ich okay vielleicht kann ich wenigstens irgendwie erleichtern.
00:28:33: Hast du?
00:28:33: Ja und wie man ... Das kommt in dieser Geschichte noch fünfhundertmal vor.
00:28:40: Es gibt immer wieder diese Situation, wo die jemand kurz ein Kleinspalt-Tür aufgemacht hat und zwar nie ohne einen eigenen Interesse außerholde.
00:28:48: aber wir wollten ja auch was von dir!
00:28:50: Wir wollten ja dass du bei uns arbeitest.
00:28:52: Und das
00:28:52: habe ich gemerkt?
00:28:53: Genau und wir haben das tausendfach zurückbekommen so und diese Geschichte hat dieses Element die ganze Zeit.
00:29:01: Wir bleiben jetzt auch nicht zu lang dabei, aber ich will das noch mal kurz erzählen.
00:29:05: Max und ich hatten Feierabend, haben drüber gesprochen ... Und Max sagt halt so zu mir, hey, Hauschen steckt uns alle in die Tasche!
00:29:10: Der ist schlauer als wir alle zusammen.
00:29:12: Der sollte hier nicht spülen.
00:29:14: So... Wir haben zusammen gearbeitet.
00:29:16: Es war toll, es war leichtherzig.
00:29:17: Wir haben viel gelacht.
00:29:18: Du warst auch immer gut drauf?
00:29:21: Und natürlich nie krank und also absoluter Vorzeige-Mitarbeiter.
00:29:24: Und dann hast du irgendwann einmal erzählt Ich glaube, wir haben dich gefragt.
00:29:30: Du hast es gar nicht von dir aus erzählt wie du wohnst und dann hast du uns erzählt na ich wohne in diesem Flüchtlingsheim Und wir haben ein Zimmer und wir können's nicht abschließen und dass du also erst mal hast du glaub ich erzählt dass du eineinhalb Stunden abends nach Hause fährst noch mit dem bus oder irgendwie sowas.
00:29:44: das war uns gar nicht klar.
00:29:46: Also wer war es noch länger?
00:29:48: Ne ne so über eine Stunde
00:29:50: ja genau also auch im unglaublicher hessel für diese paar Stunden und auch für dieses kleine Geld am Ende des Tages, was dabei rauskommt.
00:30:00: Das war groß!
00:30:01: Es war
00:30:02: echt groß.
00:30:02: also wirklich ohne Frage das war von mich eine Traumdammer aus.
00:30:07: Also die wir mit dem goldenen Löffel im Mund quasi da irgendwie in unserem Laden saßen.
00:30:13: im Vergleich zu deiner Situation haben halt in dem Moment realisiert wie du wohnst so und dann haben wir beschlossen wir versuchen eine Wohnung für dich zu finden bzw Oder helfen dir?
00:30:25: Nicht wir suchen die für dich, sondern wir machen einfach irgendwie ein Facebook-Post.
00:30:29: Mehr war es nicht!
00:30:31: Das war das was wir gemacht haben.
00:30:32: Wir haben ein Foto von dir gemacht und haben diesen Facebook-post abgesetzt.
00:30:36: Schau mal ich zeig jetzt Hossin.
00:30:38: Ja.
00:30:39: Ein Foto?
00:30:40: Was für ein Fotto?
00:30:41: Ich will's auch sehen.
00:30:42: Okay du siehst es zuerst.
00:30:45: Also das ist das Foto.
00:30:47: Wir werden natürlich posten, dass bist du mir... In einer Großbritannien Flagge.
00:30:51: Jetzt macht alles Sinn nach dem,
00:30:52: was du erzählst.
00:30:53: Ja
00:30:53: ich weiß!
00:30:54: Du hast den Hanfrock gesagt nicht dabei aber du bist hier eingekleidet in Tullos Tapeten.
00:30:59: Kann ich?
00:31:03: Das ist das Bild von wegen Wohnung auf eurer Facebook-Seite.
00:31:08: Ja das ist das Zweite.
00:31:10: und dieser Post hier bei Facebook nutzt ja gar keiner mehr, gell?
00:31:15: Ist vom twenty-fünften Mai zwei Tonne siebzehn.
00:31:18: Und das steht, Wohnung gesucht und diesmal ist wichtig.
00:31:20: Es gibt hier... Wir möchten euch... Also Ilona hat ihre Vorkt-Akrobatik hier keine Grenzen aufgewiesen.
00:31:26: Ist es wieder so was Unseriöses?
00:31:28: Nein,
00:31:28: nein, nein!
00:31:29: Es ist super toll.
00:31:30: jedenfalls steht da.
00:31:31: ich lese kurz vor wir möchten euch Hossin vorstellen und weil er schon eine Weile unser Freund ist und nach monatelangen Behördentänis endlich ein Lotrekki.
00:31:39: Er kommt aus dem Iran, ist seit neunzehn Monaten in Deutschland und so weiter und sofort.
00:31:43: Und hier geht es dann quasi um diesen Aufruf zur Wohnung.
00:31:45: Wir denken das ist an der Zeit mal einen aufruft zu starten und alle Freunde und Freunde von Freunden zu bitten Ohren Augen Herzen offen zu halten und zu schauen ob es nicht irgendwo irgendwie irgendwas gibt Ist fast egal was.
00:31:58: Dach ist gut und Tür zum abschließen auch.
00:32:00: und Dann ist nämlich folgendes passiert Dann hat sich ein Mann gemeldet, den wir bis dahin selber noch gar nicht persönlich kannten.
00:32:09: Der aber aus unserer Branche kommt, denn der ist Weinhändler!
00:32:14: Zumindest war er es damals... ich weiß nicht ob das mal
00:32:16: ist.
00:32:17: Aber bevor war eine Bekannte von euch, die am Südstern eine Wohnung hatte?
00:32:22: Ja da haben wir auch sechs Monate gewohnt in seinen Wohnungen.
00:32:27: In einer oberen Station.
00:32:29: Weißt
00:32:29: du
00:32:29: es noch?
00:32:29: Ja klar, ja.
00:32:32: Es war Chris Pichanel.
00:32:33: Ach, Chris!
00:32:34: Danke an
00:32:35: Chris.
00:32:36: Ach krass das habe ich vollkommen
00:32:37: vergessen.
00:32:38: Da hatte er eine Wohnung leer und sollte ab nächster sechsmal irgendwann, sechs Monate war die Wohnung leer Und danach ist vermittelt und der Vermieter kommt erst nach sechs Monaten und diese sechs Monate ist die Wohnung frei.
00:32:56: Wir können da kostenlos leben Wirklich?
00:32:59: Und da haben wir erst mal sechs Monate immobilierte Wohnung komplett, alles.
00:33:03: Krass!
00:33:03: Das hab ich vergessen.
00:33:04: Ich war da drin, doch nicht... Oh.
00:33:07: Hier gibts alles.
00:33:08: Hier brauchen wir sogar unser Koffer nicht mehr.
00:33:11: Ja, da haben ja auch sechs Monate gelebt.
00:33:13: Alles
00:33:14: klar, okay.
00:33:15: Dann ist das passiert ... Ach Chris, ey.
00:33:17: Ja.
00:33:18: Also wirklich, ja.
00:33:20: Liebe Grüße an Chris, danke dafür, dass er der Hammer hat.
00:33:24: Er haus ihn halt auch gewohnten, Chris.
00:33:27: Und dann kam auf jeden Fall Lukas in unser aller Leben.
00:33:32: Der hat sich dann bei mir gemeldet, wir müssen natürlich einmal ganz kurz sagen wer Lukas ist.
00:33:38: also Lukas is weitestgehend in unserer Branche der Ist Weinhändler oder war damals zumindest Weinhänder?
00:33:46: Aber persönlich kannten wir uns nicht.
00:33:49: Und der hat tatsächlich einen Facebook-Post, den wir damals abgesetzt hatten indem wir eine Wohnung suchten für Hossein gelesen und sich daraufhin gemeldet.
00:34:00: Wir hören Lukas einmal einfach selbst dabei zu wie er sich dran erinnert Wie er Hosseinkennen gelernt hat.
00:34:06: Ja der Hosseiner kam mit ganz viel Glück in mein Leben gerauscht Und zwar hatte die Ilona einen ganz tollen Facebook-Post gemacht, wo sie um Hilfe gebeten hat damit Hossin und seine Familie aus diesem fürchterlichen Flüchtlingsheim rauskommen konnten.
00:34:23: Wir hatten damals eine Wohnung aber die wollten wir umbauen und dann war es ein
00:34:27: bisschen schwierig dort feste
00:34:28: Mieter reinzusetzen weil sollte hier umgebaut werden.
00:34:30: also haben wir gesagt ja gut okay dann schauen wir mal aber waren natürlich auch Ehrlicherweise ein bisschen vorsichtig und durften dann aber die Familie kennenlernen.
00:34:42: Der mit meinem Vater dann am Klavier saß und mir dem Klavier gespielt hat.
00:34:47: Und so freudetrunken war über die Möglichkeiten, die sich dort ergeben hatten.
00:34:52: Dann hat mein Vater der Familie das ermöglicht.
00:34:55: Ich durfte mit der Familie im gleichen Haus wohnen.
00:34:59: Das hat viel verändert für mich, für mein Leben.
00:35:02: Vor allem habe ich einen der loyalsten, liebevollsten zuverlässigsten Freunde gewonnen, den man gewinnen kann und durfte ihn dann auf seinem sehr engagierten und tollen Weg begleiten, den er gemacht hat.
00:35:15: Und es war schon erstaunlich zu sehen wie ein Mensch einfach hingeht eine Malerausbildung anfängt
00:35:23: und
00:35:25: wirklich in einem absoluten
00:35:29: Sprint sozusagen alles gemacht hat um hier anzukommen.
00:35:35: Heute noch ist es so dass immer wenn irgendwas ist aus denen sofort zur Stelle ist und uns hilft, und uns zur Seite steht.
00:35:43: Und ich möchte ihn auf gar keinen Fall missen und freue mich auf alles was da in der weiteren Zukunft mit diesen tollen Menschen noch kommt.
00:35:51: Danke
00:35:53: Lukas!
00:35:54: Hey aber erzähl mal du wie war das aus deiner Sicht?
00:35:58: Also sind wir da zusammen hingefahren eigentlich zu Lukas Haus?
00:36:03: Ja zum erster Termin zu viel sehen und schon hausengefallen, also zu Lukas.
00:36:11: Weißt du noch wie das kennenlernen war?
00:36:12: Ich hab nur noch so eine ganz verschwommene Erinnerung da... ich weiß noch dass es wirklich schön gelegen war!
00:36:17: Das war nämlich an einem See.
00:36:18: Genau ein super, super schöne Blick auf die Straße.
00:36:23: Also der Papa war damals ab und zu in Berlin und da war glücklicherweise in diesem Zeitpunkt bei Berlin und dann haben wir Termin gemacht und sind hierhin gegangen um uns kennenzulernen.
00:36:38: Nach fünf Minuten war er mit seinem Papa, wie er erzählt hat es genau.
00:36:43: Am Klavier spielen und dann kamen die beiden also zurück.
00:36:48: Dann haben wir gefragt okay ja so und so haben wir uns kennengelernt und er sieht aus meinte Ja alles gut ihr bekommt jetzt die Wohnung.
00:36:57: Ja dein Sohn der den alten Herrn bezaubert
00:37:00: Der hat das geschafft.
00:37:02: Ich hab gefragt, wann geht's los mit der Wohnung?
00:37:04: Die haben doch ja gesagt.
00:37:07: Warum kannst du da jetzt nicht rein?
00:37:08: und dann hast du gemeint ich war schon zweimal bei diesem Amt.
00:37:12: Ja, ich war zweimal da.
00:37:13: Und die haben irgendwie abgelehnt.
00:37:15: also... Ich habe schon sogar ein Schreiben bekommen das die Kosternobernahme wird nicht bezahlt oder nicht bekommen.
00:37:22: Dann war ich noch mal da, hab' ich gefragt und die haben gesagt ja das aus irgendwelchen Grund haben wir das abgelehnt.
00:37:30: und dann habe ich euch erzählt dass das nicht geklappt hat.
00:37:35: Genau!
00:37:35: Ich hab nachgefragt hey wie sieht's denn aus?
00:37:38: klappt es jetzt mit Lukas?
00:37:39: Und du hast gemeint nee das klappt leider nicht.
00:37:40: du kannst da leider jetzt nicht einziehen.
00:37:42: so war es irgendwie ne.
00:37:43: und dann hab ich gefragt warum.
00:37:45: und dann hast du meintja das Amt hätte das abgelehnt oder Max hat dich gefragt, irgendwie so.
00:37:53: Genau ich glaube du hast gefragt dann hast du das bekommen und das gemeint es ist totaler Nonsens.
00:37:59: Das ist ja gar nicht zu teuer.
00:38:01: Und du hast auch gemeint wir können ja auch sagen dass wie ein Teil der Miete übernehmen oder irgendwie sowas.
00:38:07: aber das ist eine total schwachsinnige Begründung.
00:38:12: und Max hat gesagt das kommt dir vor wie Willkür oder irgendwie so.
00:38:15: was hab ich dich gefragt, ob wir da zusammen hingehen können.
00:38:19: Und du hast erst gesagt ... Oh nee, muss nicht sein!
00:38:21: Das war eine gute Nachricht
00:38:22: von Max.
00:38:24: Ich war voll hilflos.
00:38:25: Dachte ich okay ja und dann ist es nicht.
00:38:28: Also haben wir einen Pesch gehabt.
00:38:29: Und dann Max am nächsten Tag gesagt, ey Hussein, Ilona kommt mit dir und dann schauen
00:38:35: wir.
00:38:35: Das war eins dieser Ämter mit einem langen Flur und ähm... Mit überforderten Leuten Mit unmotivierten Leuten und bestimmt auch mit Leuten, die viele blöde Situationen schon hatten.
00:38:49: Also ich will jetzt gar nicht sagen, sie sind alles Rassisten.
00:38:52: vielleicht auch ein bisschen Rassismus muss man dazu sagen kann es schon auch sein aber Ich hatte ein bisschen das Gefühl Die haben dir vorher einfach nicht zugehört Und als wir da zusammen waren und du warst dann halt auf einmal mit einer privilegierten weiße Frau so War die Situation einfach eine andere?
00:39:12: Das war so.
00:39:13: Die Situation war einfach eine Andere und wir haben da fünf Minuten mit einer Dame gesprochen, danach hatten wir einen Stempel und es hat sich nichts verändert!
00:39:22: Die Sachlage war genau gleich, die Formulare waren genau gleich... das einzige was anders war war dass du damit jemandem warst und die gesehen haben der hat Backup vielleicht oder so.
00:39:34: Ja?
00:39:35: Ich glaube, ja.
00:39:36: Und das ist so ein ...
00:39:38: oder vielleicht haben die, bevor irgendwie gar nicht gecheckt was da auf dem Zettel steht.
00:39:44: Vielleicht mit erster Grund, wo nicht passt, haben sie abgelennt.
00:39:48: Aber dann dachten okay, müssen wir genauer nachgucken und dann haben sie das gemacht.
00:39:53: Genau!
00:39:54: Das kann gut sein dass es genauso eine Situation war, dass die nicht richtig hingeguckt haben.
00:40:00: So...und dann haben die richtig hingekuckt Und das war unfair.
00:40:06: So, muss man sagen ... Das war ja auch das was Max gesagt hat.
00:40:10: Es war einfach unfair!
00:40:12: Okay...
00:40:13: Ja und dann haben wir es geschafft?
00:40:15: Hossin wohnt also jetzt im Haus am See
00:40:16: richtig?!
00:40:16: Hossinn wohnt jetzt im Hause am See?
00:40:18: Vielleicht hatten die da auch keinen Bock drauf.
00:40:20: Der kann nicht im Haus an dem See.
00:40:23: Alle Träumen davon.
00:40:23: Hossien wohnt hier zum Haus
00:40:25: am see.
00:40:25: Meinst du das war einfach Berliner Mieter miskunst?
00:40:28: Das waren aber miskunste und schlechte Laune.
00:40:30: Ungerechtigkeit, Willkür sind ganz viele Sachen.
00:40:34: Ganz viele schlechte Eigenschaften darüber haben sich eben getürmt.
00:40:38: Jedenfalls hast du da jetzt die Wohnung beziehen können?
00:40:42: Mit unseren zwei Koffer, also Lukas hat uns selber persönlich abgeholt mit unserem Auto aus Flüchtlingsheim und wir haben nur zwei Kover gehabt und Lukas ums Abgeholt sind wir, die Wohnung war so glücklicherweise auch wieder mobiliert zwar alles drin
00:41:03: Das war aber auch so eine Zwischenmiete-Situation, ne?
00:41:05: Und wie lange hast du da gelebt?
00:41:07: Also erst dürften wir sechs Monate.
00:41:10: Der Papa meinte ja, wir wissen nicht wann genau wir mit Sanierung anfangen, aber wir machen erstmal einen Sechsmonatvertrag und nach sechs Monaten ist Sanierung nicht passiert wieder noch sechs Monate verlängert und wieder und wieder ich glaube sind wir insgesamt zweieinhalb Jahre tot gewohnt.
00:41:30: Und irgendwann, Lukas kam zu mir und meinte Josin wir werden auf jeden Fall das war ich glaube oktober oder so september oktober meinte wir werden ab nächstes jahr anfangen mit sanierung dass da habe ich auch die meisten fass-achtzig posten von des haus hab ich selber gemacht.
00:41:48: Das heißt, warte mal.
00:41:49: Dann ist aber noch was Wichtiges zwischendrin passiert denn?
00:41:52: Also da hast du auch nicht mehr bei uns gearbeitet glaube ich
00:41:55: ne?
00:41:56: Nee
00:41:56: genau weil.
00:41:57: Du hast nämlich den Job gewechselt und Da haben wir leider keinen Urton Max.
00:42:02: Aber das hat Lukas mir gebeichtet Bei diesem Abendessen und zwar der hat er gesagt naja Der Hossein kam zu mir und hat gemeint ey der max hat mir eine Ausbildungsstelle angeboten.
00:42:12: so Ich glaube ich macht es und lukas Seines Zeichens Weinhändler weiß, wie anstrengend Gastronomie ist.
00:42:19: Und dann hast du ihn gesagt ey, aussehen macht man nicht.
00:42:23: Irgendwas interessiert dich denn noch?
00:42:24: So und nicht nur wegen der Anstrengung sondern auch wegen der Perspektive usw.
00:42:29: und sofort und dann weiß ich nicht was hatte ich interessiert?
00:42:34: ja das also mein dass maler is mein familienjob.
00:42:39: meine papa war auch maler.
00:42:41: ich habe eigentlich Letztes habe ich gerechnet, hab' ich achtundzwanzig Jahre Berufserfahrung.
00:42:48: Ich kann bald in den Rente gehen!
00:42:51: Lüge!
00:42:52: Also seitdem ich neun war...
00:42:54: Ich wollte gerade sagen wie alt bist du?
00:42:56: Wie alt bist er jünger als ich?
00:42:57: Ich bin
00:43:01: äh, ehm, siebenunddreißig Das ist nicht schlecht, ja.
00:43:04: Genau
00:43:05: das haben wir nämlich gar nicht erzählt.
00:43:07: jedes mal wenn bei uns irgendwas kaputt Weil Max und ich haben, das darf ich jetzt einmal kurz offen zugeben.
00:43:12: Zwei linke Hände.
00:43:14: Jedes Mal wenn irgendwas kaputt war, wenn irgendwas gestrichen werden musste, wenn irgendetwas repariert werden musste oder wenn man eine kreative Lösung gebraucht hat für ein Problem dass man sehr schnell beheben muss, haben wir beide verzweifelt Die Hände in die Luft geworfen und gesagt, Hossin kannst du das bitte irgendwie regeln?
00:43:32: So.
00:43:32: Also wie zwei richtige Deppen!
00:43:34: Und Hossinn hat immer geregelt so auch provisorium Auch wenn wir nicht viel Kohle dafür hatten und so.
00:43:40: Du hast es immer irgendwie so gemacht dass es
00:43:42: funktioniert
00:43:43: und gaffert rum rum und ne so.
00:43:45: und das war natürlich.
00:43:47: Wir rufen dich auch immer noch jedes mal an wenn irgendwas ist.
00:43:50: also ich weiß nicht wie viele Sachen bei uns schon gestrichen hast aber du warst nicht nur super mit den Händen in der Küche, sondern du warst halt auch handy.
00:43:58: Also du konntest Sachen reparieren und wusstest wie Sachen funktionieren wenn man die aufschraubt und so... Das war ziemlich klar!
00:44:05: Und dann kommen wir eigentlich zu deiner nächsten Station.
00:44:09: denn dein Interesse fürs Malern und fürs Dinge reparieren?
00:44:14: Und fürs Handwerk?
00:44:16: Ja
00:44:16: Lukas hat gefragt ja würdest Du wirklich das machen?
00:44:22: Oder was anderes.
00:44:23: Ich habe gesagt, eigentlich bin ich Handwerker und Maler.
00:44:27: Ich mag mit Farben arbeiten.
00:44:33: Wenn du das wirklich möchtest als Maler arbeiten oder so, dann kann ich für dich eine Ausbildungsstelle besorgen.
00:44:42: Und sagt sich ja!
00:44:44: Das würde ich also machen.
00:44:45: Also aus Maler Damals hat eine Werbung auf der Straße ein Auto gesehen.
00:44:53: Hast du die gesehen?
00:44:53: Nein,
00:44:54: Lukas.
00:44:55: Und er hat mit der Chef telefoniert und wir haben einen Vorstellungsterming bekommen.
00:45:06: Wir sind jetzt bei einem Lieferwagen, der vorbeifährt, einem Lukas, der sich eine Telefonnummer aufschreibt und einem Vorstellungsgespräch.
00:45:15: Und dazu haben wir natürlich auch ein Noton.
00:45:19: Es war im Sommer, in meiner damaligen Firma war ich angestellt als Betriebsleiter und Ausbilder.
00:45:29: Eines Tages bekommen wir einen Anruf von einem jungen Mann ... Der sagte bei ihm, wohne eine geflüchtete Familie.
00:45:36: Und der junge Mann sagte, der Familienvater möchte den Beruf des Malers und Lakiras erlernen.
00:45:44: Wir würden einen Fehler machen, wenn wir uns ihn nicht anschauen würden.
00:45:48: Grüße gehen raus an Lukas!
00:45:50: Wir haben dann auch ein Termin vereinbart... vorgestellt mit dem Lukas zusammen und war für mich schon sehr imposant, dass der Lukas sich so eingesetzt hat für den Hossein.
00:46:04: Und dann haben wir einen Plan gemacht das erst mal ein Probearbeiten stattfindet also in Praktikum zwei Wöchig und der Hosseien ist dann zu den damals beiden kritischsten Gesellen geschickt worden jeweils eine Woche und beide voneinander unabhängig haben gesagt Stell den ein, bildt den aus.
00:46:26: Der hat richtig Bock und will richtig lernen.
00:46:29: Und der stellt sich auch clever
00:46:31: an.".
00:46:31: So war die Idee.
00:46:34: Die Firmenleitung hatte sehr deutlich die Abneigung geäußert und sagte dann auch ne damit wollen sie nichts zu tun haben.
00:46:43: ich habe mich aber dann durchgesetzt und es wurde gesagt okay dann kümmerst du dich um ihn?
00:46:50: Dann schauen wir mal ob er das
00:46:51: Schafft.
00:46:52: So war der Einstieg und Anfang September hat er dann, ... ... im Jahr zwei Tausend Achtzehn bei uns die Lehre begonnen.
00:46:59: Hm!
00:47:01: Wer ist das, Horstein?
00:47:03: Äh... Der beste Meister.
00:47:05: Julienz.
00:47:06: Bei
00:47:06: dem hattest du das Vorstellungsgespräch damals oder...?
00:47:08: Nee, damals war, also da war auch mit dabei.
00:47:11: aber äh unsere Chef damals.
00:47:13: Unser damaliger Chef.
00:47:15: Der, der eher skeptisch
00:47:17: war?
00:47:17: Ja, also... Da war auch Lukas dabei Gott sei Dank Und ich habe wirklich kaum Worte gesagt, weil erst mal war ich voll unter irgendwie wie sagt man vor Nervus oder so.
00:47:31: Ich wusste nicht was ich da sagen soll auch vom Sprache her aber Lukas hatte alles also darüber alles gesprochen und hat für mich diese Stelle gewonnen irgendwie.
00:47:44: Na ja erstmal sorry
00:47:46: sag mal du bitte.
00:47:48: Also ich glaube, du hast ja schon selber für dich gewonnen weil du alle überzeugt hast.
00:47:51: Also bis erst mal auf jeden Fall gegen Wind gestoßen dann hast du alle überzeugt und dann gab es wieder Gegenwind.
00:47:56: also natürlich Lukas Aktionismus in allen Ehren aber du hast die Leute selber von deinem Fähigkeiten, von deinen Motivationen überzeugt.
00:48:05: Naja, du warst... Das hat Jens auch als bei dem Abendessen noch ein bisschen ausführlicher erzählt.
00:48:11: er hat halt gemeint dass Erst mal gesagt wurde, nee das machen wir nicht.
00:48:15: Und Jens dann gesagt hat er lasst ihn doch einfach irgendwie eine Woche erst einmal unbezahlt quasi hospitieren so und dann auf der Grundlage seiner Leistung!
00:48:25: Auf der Grundlager von Hosseins Leistung die Situation neu beurteilen Und offensichtlich, ich weiß du bist nicht so wahnsinnig gut darin in dein eigenes Horn zu tun.
00:48:35: Deswegen haben wir diese Urtöne auch eingesammelt damit andere Leute das für dich machen können.
00:48:40: Aber
00:48:40: die Situation ist natürlich Du gehst eine Woche mit den Leuten arbeiten und sie sehen dann wie bei uns auch.
00:48:46: Okay, Hossein is einfach krass Wir sind dumm wenn mir die nicht anstellen.
00:48:50: So ja und ich denke also Ich will dir keine Worte in den Mund legen aber die eine skeptische Geschäftsleitung hat halt Hat dich angestellt, so.
00:48:59: Ja also der Wottung mich überhaupt nicht nehmen als Azubi ja ist klar man braucht Kommunikation mit anderen Kollegen und wenn ich mit Sprachen nicht gut durch nicht gut klarkommen dann war schwierig für die Leute auf der Baustelle weißt du?
00:49:18: Und die haben kein Bock mehr.
00:49:20: Sprache bei Bingen weißt Du?
00:49:22: Die brauchen jemanden der verrichtet und tut.
00:49:27: Und Jens meinte zu Chef, dass vielleicht wir ihn probieren erstmal.
00:49:34: Wir sind in einem Praktikum gegeben, zwei Wochen.
00:49:37: Also ich war... Die haben unter mich zu besten Malergesellen geschickt damals und kann nie vergessen!
00:49:48: Also wir haben Schleifmaschine für große Fläche.
00:49:53: Der Geseller hatte mich Also hatte ich mir so einen Handschleifer gegeben, was eigentlich für kleine Fläche ist.
00:49:59: Und der meinte am ersten Tag, hier schleifen wir die Wände und da hat mich ein Schleifer gegeben.
00:50:05: Ich kannte damals auch kein Maschine und so.
00:50:07: Ich habe ganze Fläche mit einem kleinen Handschreiber geschliefen, den ganzen Tag weil ich wusste wenn ich nicht so gut mache dann verliere ich diese Stelle.
00:50:16: Das muss ich irgendwie das schaffen!
00:50:20: Damals, früher habe ich auch teilweise mit Hand geschliefen oder auf.
00:50:25: Maschinen haben wir ja auch nicht gehabt.
00:50:27: da und hier war Maschine.
00:50:29: Später habe ich gecheckt, ah!
00:50:31: Da hatte mich echt...
00:50:32: Der hat dir eine zu kleinem Maschine gegeben?
00:50:35: Also der hat dir nur eine unmögliche Aufgabe eigentlich gegeben.
00:50:38: Verstehe ich das richtig?
00:50:39: Ich kenne mich mit diesen Geräten nicht aus.
00:50:41: Das macht man überhaupt nicht.
00:50:43: Eine Arbeit wo man in eine Stunde oder zwei Stunden höchstens fertig macht, ich hab acht Stunden davor gebracht Und mit Hand, nicht mit Maschine.
00:50:52: Okay, verstehe ich.
00:50:53: Der wollte auch mich nicht eigentlich ... der wollte mich einfach loslassen, dass ich am nächsten Tag nicht da ... also, mich nicht da sieht und ich stand da zehn Minuten vor sieben wieder da, am nächsten tag.
00:51:06: Dass dich durchgebissen
00:51:08: ist?
00:51:09: Ja!
00:51:10: Also so war die zwei Wochen.
00:51:13: Und danach haben wir gesagt ja, den nehmen wir.
00:51:16: Dann haben wir Ausbildungsplatz gegeben mit sechs Monate Progatzeit noch, dass ich wieder also sechs Monate wirklich mich zeigen musste.
00:51:30: So das war aber gut!
00:51:31: Das war mein Job.
00:51:33: Ich habe immer gerne gemacht mit den Kollegen die damals da waren auch ... War schon Zeit und eine von denen es gab zwei andere Kollegen, die wirklich schwierig waren.
00:51:49: Einer habe ich bestanden mit der anderen war ich auch zwei drei Wochen und irgendwann das war ein Mittagspause.
00:51:58: Jens hat ihn angerufen.
00:51:59: Ich hab schon gecheckt dass er mit vielmal telefoniert und das Wort von ihm vergesse ich auch nicht meinte haben mich gefragt okay wie sieht aus und so und er sagte wunderbar alter wunderbar.
00:52:14: Ich bin sehr zufrieden.
00:52:15: Wunderbar!
00:52:16: Wir haben ein ganz schönes Akzent,
00:52:19: der mir
00:52:19: beigebracht
00:52:20: ist.
00:52:20: Irgendwie das was immer wieder passiert werden Leute einander wirklich kennenlernen, dass man dann irgendwie die Schubladen, die man hat, so muss man wenn man jemandem wie dir begegnet aussehen und ich habe so ein bisschen das Gefühl wir haben gerade sehr viele Schublade und es wird auch schlimmer und die Schubladen werden auch enger und es tut aber so wahnsinnig gut Menschen wirklich persönlich zu begegnen, weil wenn man das macht und man muss denen in die Augen sehen und man sieht einfach wer sie sind.
00:52:49: dann muss man manchmal diese Schubladen nochmal aufmachen.
00:52:52: Und sehen was da drin ist und ob der Mensch den man da einsortiert hat, da eigentlich überhaupt reinpasst.
00:52:58: Ich habe ein bisschen das Gefühl dass es auch immer wieder passiert.
00:53:03: Jens hat uns noch etwas erzählt und zwar ging jetzt da auch ums Thema Pünktlichkeit.
00:53:10: Mehrmals während der Zeit, da dem wir uns kennen beeindruckt.
00:53:14: Das erste Mal super nachhaltig und das will ich gerne erzählen.
00:53:18: Es ist ein weiter Weg zu uns raus, er wohnte damals in Hohenchenhausen oder Weißen See Und die Firma war am Ende von Spandau schon fast im Falkensee.
00:53:29: Wir haben ihn ins Büro bestellt, weil wir Arbeiten machen wollten und dort dann auch den Arbeitstag starten wollten.
00:53:36: Und er kam ins Bürow und es war sieben Uhr zwei.
00:53:39: Es ist mir als Handwerker immer wichtig gewesen und auch heute noch dass wir zuallererst mal pünktlich sind.
00:53:47: das habe ich auch versucht immer zu vermitteln.
00:53:49: Ich hab's aus ihnen auch erklärt, wenn wir irgendwo auf der Baustelle sind Und wir dann entspannt in den Arbeitstag starten, dass wir eben um sechs Uhr fünfundvierzig spätestens da sind.
00:53:59: Uns vorbereiten noch einen Kaffee trinken und dann den Tag starten.
00:54:03: Er sagte okay am nächsten Morgen klingelt es um sechs uhr dreißig an der Büro-Tür und das steht ja Hossein und fragt mich Herr Weiser bin ich jetzt pünktlich?
00:54:13: Also ist die beste aller Reaktionen, die er zeigen konnte hat mich tief beeindruckt hat sofort dann auch den Kaffee von mir bekommen und sagt, jetzt können wir uns ja schön vorbereiten.
00:54:22: Und die Art wie er mit der Kritik vom Vortrag umgegangen ist, hat mich wirklich tief, tief beeindruckt.
00:54:29: und oftmals wenn ich die Geschichte erzähle werde ich auch so ein bisschen emotional weil es mit dieser Reaktion kann man eigentlich nicht rechnen.
00:54:37: Er hat's so gemacht!
00:54:38: So sind viele Situationen wo er wirklich auch bei schwierigen Angelegenheiten super reagiert hat, auch kritiekonstruktiv angenommen hat.
00:54:50: Gerade im Ausbildungsverhältnis ist es ja wichtig.
00:54:54: Kannst du dich daran noch erinnern?
00:54:57: Ja, also die Punktlichkeit.
00:55:00: Also das hat aber auch vieles gebracht, weißt du sein ... seine Uhr zu zeigen.
00:55:07: Da hat er mir in diesem Tag seinen Armband-Uhr gezeigt als... Die deutsches
00:55:14: mögliche Geste irgendwie, ne?
00:55:16: Da habe ich erst mal nicht gecheckt, dachte ich okay, sieben Uhr aber zwei Minuten.
00:55:21: Ich habe erst einmal nicht gecheckt warum.
00:55:23: der meinte also warum er sein Uhr zeigt und meinte du bist zwei Minuten zu spät.
00:55:29: Dachte ich oh ok jetzt weiß ich Bescheid.
00:55:34: Ja, Punktlichkeit mir beigebracht.
00:55:38: Ja und Ausbildung hat es weiter gelaufen bis ich im Jahr two-tausend-einundzwanzig also neunzehn... Neunzehntenzwanzig einundzwannsich bin ich eine von die hundertbeste Azubis in Deutschland.
00:55:55: Hä, das wusste ich gar nicht.
00:55:56: Herzlichen Glückwunsch!
00:55:57: Machträglich.
00:55:58: Also da war auch in meinem Firma damals auch ein anderer Meister und ich musste die Ugenwäsche Zettel von Schule zu Firma unterschreiben.
00:56:08: also der Chef musste das unterschreifen und war ich da und der andere Meister hat Tür aufgemacht.
00:56:14: ja ich musste diese Zetteln bei Herr... Das und das unterschreiben lassen.
00:56:19: Meinte, worum geht es?
00:56:20: Ich habe gesagt ja ich bin eine von den bester, hundertbestauer Zubis in Deutschland geworden Und irgendwelche Zete müssen uns schreiben werden.
00:56:26: Sagt er, nee, das stimmt nicht raus.
00:56:29: Du meinst Hundert Bestauer Zube ist in Berlin.
00:56:33: Ich hab gesagt Nee!
00:56:33: In Deutschland.
00:56:36: Das stimmt nicht.
00:56:36: Also der konnte das nicht glauben.
00:56:37: Und dann hat ein Zettel erst gelesen meinte Okay Ja schön
00:56:45: Aber er wurde hart gefeiert.
00:56:47: Klingt wie ein total emotionaler Mann auch, der die Gebühren gratuliert hat!
00:56:52: Jens hat das aber auch erzählt...
00:56:54: Im Jahr zwanzig-einundzwanzig hat Hossein die Gesellenprüfung bestanden und zwar als einer der besten in Berlin und Brandenburg.
00:57:02: Auch da hat er wieder ... Die beste Reaktion gezeigt, die er zeigen konnte aufgrund der vorherigen Abneigung des Chefs und der Skepsis.
00:57:12: Und wie er seine Ausbildung durchgezogen hat ist wirklich beeindruckend und macht mich auch super stolz!
00:57:25: Mittlerweile kann ich sagen, dass wirklich ein freundschaftliches Verhältnis entstanden ist.
00:57:30: Wir auch beruflich eng miteinander zusammenarbeiten und ja aktuell hat sich der Hossein wieder was Neues vorgenommen Und auch das wird er schaffen mit der Energie und mit dem Willen, was er an den Tag legt, wird da die Meisterprüfung im Handwerk schaffen.
00:57:49: Davon bin ich voll überzeugt.
00:57:55: Wie weit ist die Meisterprüfung vorgeschritten?
00:57:59: Das sind vier Teile.
00:58:01: Zwei Teile habe ich hinter mir und zwei Teile vor mir, was am nächsten Jahr muss ich anfangen.
00:58:11: Also ich konnte eigentlich praktisch dieses Jahr anfangen aber finanziell brauche ich ein bisschen...
00:58:16: Was kostet
00:58:17: das?
00:58:18: Insgesamt... ...fünfzehntausend Euro!
00:58:22: Das ist ja eigentlich, ich bin ja eigentlich großer Freund davon dass es im Handwerk diese Meistersachen noch gibt.
00:58:28: Man braucht keinen Küchenmeister um sich irgendwie selbstständig machen zu können oder ausbilden zu können.
00:58:33: Ich glaube beim Bäckerberuf ist das anders und du machst den Meisterbrief aus Ego gründen?
00:58:41: Oder weil wo verbraucht man denn?
00:58:43: Wo verbrauchst Du den?
00:58:45: Also als allererst mir ist wichtig Mein Fiemer als Malerbetrieb nennen kann.
00:58:54: Ohne Meistertitel darf so kein Maler betrieb.
00:58:57: Wir sind jetzt hier ja quasi mitten drin in einem Gespräch unter Unternehmern, du hast offensichtlich deine eigene Firma?
00:59:05: Ich habe seit zweiter Ausbildungsjahr mein erstes Gewerbe aufgemacht mit Lukas übrigens Als Partner, Klex und Partner war damals... Ich war der Master Klex.
00:59:21: Und Partner war der Lukas.
00:59:24: Ja und nach der Ausbildung irgendwann haben wir das damit aufgeruht und habe ich meine eigene Firma Malux.
00:59:32: Wie heißt
00:59:33: die?
00:59:33: Sag mal nochmal!
00:59:34: Malux,
00:59:36: M-A-L-U-X.
00:59:36: Das heißt man kann dich jetzt auch buchen.
00:59:39: Auf jeden Fall, ich freue mich.
00:59:41: Also malux-hh.de
00:59:45: Sag mal aus ihn... Ich kann mich noch gut daran erinnern dass du was so Buchhaltung, Formulare solche Sachen angeht eigentlich bist du nicht so ein Fan von dieser Seite des Gewerbes oder?
00:59:59: Das
01:00:00: war mein Albtraum immer!
01:00:03: Ich hatte mit Brief, mit Formularen und Ämtern nie zu tun gehabt.
01:00:07: früher nie, ich hatte vielleicht in meinem ganzen Leben bevor drei Riefer bekommen.
01:00:15: Drei Riefe?
01:00:16: Du meinst
01:00:16: in Afghanistan oder im Iran sorry?
01:00:19: Also aus verschiedenen Gründen haben wir uns nie daran gewohnt und hier angefangen mit so viele Formulare auswunden und schreiben und tun und antworten bla bla was wirklich schwer war.
01:00:37: In unserem ersten Gewerbe mit Lukas hat alles ganz gut gemacht und danach war ich alleine.
01:00:51: Also in den ersten zwei, drei Monaten habe ich mit einer Freundin, die davon Ahnung hatte haben wir mit Laptop zu Hause hundertmal falsch geschrieben und wiederkollegiert eine Rechnung.
01:01:02: Ich glaube fünf Stunden haben wir gebraucht Wo wir geschafft, mit vielen Fällen natürlich.
01:01:10: Und dann habe ich unsere nette Nachbarin Ion kennengelernt.
01:01:18: Gut dass du sagst!
01:01:19: Ich hatte nämlich Besuch von zwei Damen.
01:01:22: Die eine heißt Brigitte und die andere heißt Yvonne.
01:01:26: Die schlugen im Tullus auf, die haben Pflaumkuchen mitgebracht.
01:01:32: Dann haben wir uns hingesetzt und ein bisschen Kaffee getrunken Und dann haben die mir beide erzählt, wie sie dich kennengelernt haben und der Name ist Yvonne.
01:01:41: Die hat auch ein bisschen was erzählt.
01:01:54: Schattenwein um.
01:01:55: Der kam, der ging, der kam und der ging.
01:01:57: Er hatte immer so eine weiße Maler-Sachen angehabt, war meistens schwer gepackt, hat dann irgendwann mal auch gesagt er hat die Prüfung bestanden und war ganz happy darüber.
01:02:07: aber im Grunde genommen habe ich wirklich er war derjenige morgens um halb sechs aus dem Haus gehen gehört hab und der abends meistens eben halt relativ spät erst wieder zurückgekommen ist.
01:02:16: Und dann gab es aber mal einen denkwürdigen Tag Ich glaube das war zwanzig zweiundzwanzig da haben wir uns durch Zufall auf der Straße getroffen zusammen mit Brigitte und ihrem Mann?
01:02:26: Und dann haben wir eben, hat er es so erzählt und Hossein hat auf einmal so angefangen zu erzählen.
01:02:30: Ich habe jetzt meinen Gesellenbrief und ich möchte mich gerne selbstständig machen.
01:02:35: Da hab' ich dann so geschmunt, da hab' die gesagt na ok also wenn du dich selbstständisch machst, dann werd' ich natürlich deine Buchhaltung machen und der Mann von Brigitte Eberhardt meinte dann auch irgendwas was ihr dann übernehmen wird?
01:02:46: Ja und das Spannende war ein Jahr später stand Hosse in dem August vor meiner Tür und fragte mich ob ich ihn eventuell etwas auf den Laptop erklären kann.
01:02:55: relativ schnell klar.
01:02:57: Er hatte zwar eine Idee davon, wie es laufen könnte aber im Grunde nicht ganz so viele Computerkenntnisse und Eigentlich wartet der Beginn unserer Zusammenarbeit.
01:03:08: Ja, ich habe mir sehr schnell alles was er da hatte.
01:03:12: also ich hab ihn noch darum gebeten dass er mir wirklich alles gibt weil das Amtsdeutsch ist manchmal relativ schwierig.
01:03:18: auch unser Steuerberater so gut wieder ist aber auch da die Anforderungen immer zu erfüllen um das auch eher immer zufrieden ist.
01:03:26: schon schwierig ja und ich habe vor drei Jahren angefangen, mit ihm da zu arbeiten.
01:03:32: Mir macht das großen Spaß und ich bin ja mit Feuerelfa dabei.
01:03:37: Also in meiner Welt ist es so jeder kann etwas anderes gut.
01:03:40: Ich habe dann mal zu ihm gesagt weil er auch selber noch einmal versuchte bei bestimmten Sachen so durchzugehen Und da habe ich auch gesagt, weißt du was?
01:03:48: Gib mir einfach alles und ich kümmere mich darum.
01:03:52: Wenn ich dann noch Informationen von dir brauche, dann werde ich gerne auf dich
01:03:56: zukommen.".
01:03:56: Er kann nicht wunderbar draußen.
01:03:58: Er ist ein Travel-Shooter oder ja er hat eine gute Malerfirma.
01:04:02: Er arbeitet auch gut.
01:04:04: Er arbeitet sauber, er arbeitet präzise, er arbeite qualitativ hochwertig mit seinen Mitarbeitern.
01:04:10: Ja, goldwärts.
01:04:12: Richtige Firma die du da hast.
01:04:13: Mit Angestellten und einer Buchhalterin!
01:04:17: Ich hatte zwischendurch bis... also dieses Jahr, bis Mai ungefähr, hatte ich fünf Mitarbeiter plus ich wohne sechs.
01:04:25: Wow!
01:04:25: Und nach der Meisterschule habe ich ein bisschen reduziert, also die Mitarbeiter.
01:04:31: Manche sind selber gegangen und haben wir so anders gemacht mit meinen Firmen anders gemacht irgendwie.
01:04:39: Wurde ich irgendwie anders aufbauen, weißt du?
01:04:41: Weil nach meister Schule lernt man natürlich viel über Business überhaupt und dabei habe ich die Strategie irgendwie geändert.
01:04:52: So jetzt hab' ich aber nur noch zwei sehr gute, die wir damals auch zusammen Ausbildung gemacht haben.
01:04:58: Die zwei Mitarbeiter sind ... also sind wir zusammen Ausbildungen gemacht und nach dem Ausbildung haben wir uns wieder.
01:05:08: Hast
01:05:08: du dir die besten Leute aus deiner Ausbildung geschnappt und die sind jetzt in deinem Betrieb?
01:05:13: Und Yvonne auch.
01:05:14: Ja, ja.
01:05:17: Yvon ist einfach Engel unserer Fuburarin.
01:05:23: Weil ich mach keinen Briefumschlag auf.
01:05:28: Direkt von meinen Briefkasten zu Yvone.
01:05:32: Also mache ich einfach nicht auf.
01:05:35: Also
01:05:37: kein Brief aufzumachen.
01:05:38: Ist der größte Luxus, von dem ich hier gehört habe?
01:05:41: Hallo liebe Zuhörende!
01:05:42: Ich suche jemanden, der für mich meine Briefe öffnet.
01:05:45: Vielleicht hat Yvonja noch Kappas... also kann ja sein dass die unsere Firma auch mit abwickeln.
01:05:49: Jetzt
01:05:50: sofort lasse ich alles zu Yvonne schicken direkt.
01:05:53: Yvonne ist wirklich krass.
01:05:55: Wir waren auch richtig eindrucksvolle Frau, die war übrigens auch diejenige, die dieses Überraschungs-Dinner zu deiner Einbürgerung organisiert hat.
01:06:05: Die ist super im Organisieren!
01:06:06: Also sie hat alle von allem unterrichtet und dann haben unterschiedliche Leute unterschiedliche Sachen mitgebracht und es gab immer so Updates und so... Yvon ist also wirklich spitzig kann mir die richtig gut vorstellen als eine Person, die so ein Laden zusammenhält musste auch ein bisschen Brigitte und Yvonne gesprochen hat, daran denken.
01:06:25: Max weiß nur noch was Ducke gesagt hat als der hier seine Fluchtgeschichte erzählt hat über das Ankommen hier und was man braucht als Familie die nicht in Deutschland geboren ist?
01:06:37: Der hat gesagt ich kann es auch nicht wörtlich zitieren aber sinngemäß dass wenn man hierher kommt oder in fremdes Land kommt nicht nur nach Deutschland braucht man eine Person.
01:06:48: Deiner annimmt nur so funktioniert Integration.
01:06:50: Also man braucht einfach eine Person, die einen unterstützt bei so Ämter Behördengängen und so weiter und sofort.
01:06:57: Und hier sind ja haben wir jetzt gehört es gab ein paar Leute die dir irgendwie ne Tür aufgemacht haben und gleichzeitig ist aber auch immer folgendes passiert Das ist mir ganz ganz wichtig das zu sagen weil das hier ist nämlich keine Aneinanderreihung von Samaritern Die sich hier irgendwie die Klinge in die Hand geben sondern Wir haben In deiner Geschichte Immer wieder leute die zu einem bestimmten Moment sagen, ja ok komm wir probieren es.
01:07:21: Alles skeptisch!
01:07:23: Alle haben auch ein Eigeninteresse das muss man dazu sagen außer vielleicht Holde.
01:07:27: Holde, die Nummer eins quasi in dieser Reihe von Leuten.
01:07:31: Die hatte ich vielleicht einfach nur mitgenommen weil sie was geben oder zurückgeben wollte.
01:07:37: aber alle anderen von denen wir gehört haben hatten ein Interesse wollten, dass du für sie arbeitest mit ihnen arbeitst.
01:07:44: Wollten das eine Wohnung vermietet wird?
01:07:47: Wollt ihr einen Malerbetrieb nach vorne bringen und dann haben Sie mit dir zusammen gearbeitet, zusammen gewirkt, zusammengewohnt und du warst in jedem Fall eine eindeutige Bereicherung.
01:07:59: Und ich finde im Fall von Yvonne wo man irgendwie sieht die bietet dir mal irgendwann ihre Unterstützung an in Sachen Buchhaltung und dann wirst Du Ihr Arbeitgeber Diesen tollen Arbeitsplatz, so finde ich das ist einer der berühmten...
01:08:17: Full Circle Moment Situation.
01:08:18: Auf jeden Fall!
01:08:19: Full Circle moment Situation.
01:08:21: und das ging sogar noch einen Schritt weiter.
01:08:24: und wie das war erzählt sie uns am besten nochmal selbst.
01:08:26: Genau, ich habe ja bei Hossein im August zwanzig dreiundzwanzig auf Mini-Jobbasis angefangen Und es war manchmal mehr, manchmal weniger.
01:08:34: Es hat mir großen Spaß gemacht.
01:08:36: Ich habe auch die Möglichkeit gehabt, mich gut einzuarbeiten und das hat mir wirklich viel Freude gemacht.
01:08:41: Dann bin ich im August, im letzten Jahr in der Stiftung, wo ich damals gearbeitet habe, da war ich Assistentin der Weißleitung, bin gekündigt worden und stand auf einmal damit Anfang sechzig Jahre und wusste nun ehrlich gesagt nicht ja würde mich noch jemand nehmen muss ich zum Arbeiten?
01:09:01: und da hat Rossi ihn dann gesagt, wie sie was?
01:09:03: Dann wo der Tisch gedeckt ist.
01:09:06: Ist auch Platz für dich!
01:09:08: Und für dich was du brauchst.
01:09:09: Und Daufen hat er mich eingestellt genau mit dem gleichen Gehalt weil ich in der Stiftung hatte unter Abilien sehr, sehr dankbar gewesen und hat dann aber noch weil er der Meinung war ich kann bestimmt auch noch mehr.
01:09:21: Hat mich dann immer zu einer anderen Firma hin empfohlen die ihn gefragt hatte.
01:09:25: Sag mal deine Buchhalterin hat ja eigentlich noch ein bisschen Kapazitäten.
01:09:29: Er hat mich gefragt ob ich noch welche hatte.
01:09:32: Ich hatte auch welche.
01:09:34: Und er macht jetzt seit November zwanzig, fünfundzwanzig noch nebenbei auf Minijub Basis die lohnsteuerliche Abrechnung von ca.
01:09:43: zwanziger und zwanzige Mitarbeitern von drei Firmen.
01:09:47: Der Hossein
01:09:49: hat den Job gesorgt.
01:09:50: Ja, so ähnlich!
01:09:51: Also der totaler Multiplikator, also eine seiner Kunden braucht jemand und das mache ich seitdem und auch das macht mir großen Spaß.
01:09:59: Und da wirklich?
01:10:00: Ich mit Anfangs-Sechzig stelle mich dem Arbeitsmarkt
01:10:05: zur Verfügung
01:10:06: hätte.
01:10:06: aber wenn ich zum Arbeitsamt gegangen wäre ja nicht mehr vor Hosseinnit machen dürfen.
01:10:11: und dann irgendwann mal zu Hosseini gesagt, also doch mit der Meisterschule Hosse ihn dann, keine Ahnung.
01:10:19: Dann lege ich einfach jetzt noch ein Jahr zum Arbeitsamt und dann werde ich mich immer langsamer renten
01:10:23: lassen.".
01:10:24: Und dann hat er gesagt, nein!
01:10:25: Der hat da mich gefragt ist das für dich günstig?
01:10:28: Da habe ich gesagt, nee, das ist nicht für mich günstige.
01:10:30: Ja weil ich natürlich immer in Rentenpunkte abbezogen bekomme und rund.
01:10:34: Und dann hab ich gesagt aber guck halt einfach.
01:10:36: und dann hat der gesagt, ihr wohnen.
01:10:37: Solange der Tisch, wie gesagt, genotet so lange der Tisch gut gedeckt ist es für dich auch immer Platz
01:10:43: unter
01:10:44: die.
01:10:44: Also ich wusste ja nicht, was ich sagen sollte.
01:10:47: Also die einen, die mich nach sieben Jahren rauskanten weil ich ihn so angeblich zu teuer bin mit meinen zwanzig Stunden in der Woche und der andere, der sagt, der nur drei-vier-fünf Mitarbeiter hat.
01:10:58: Dann hat man vielleicht sehr extra gesagt, du sitzt mit am Tisch.
01:11:03: Also das ist schon krass!
01:11:04: Tja, haus sehen...
01:11:06: Ja, aber mit dem Leute hat alles funktioniert.
01:11:09: also es läuft mit den Leuten FIMA überhaupt, weißt du?
01:11:15: Sonst alleine könnte ich nicht schaffen.
01:11:19: Und Yvonne ist eine von unserer wichtigsten und natürlich ist es immer Platz.
01:11:29: Ja also ja so sagst du selbstverständlich aber ich glaube das ist es einfach definitiv nicht.
01:11:34: Ich finde das sehr schön mit dem Tisch.
01:11:37: Wir haben heute leider nur Wasser auf den Tisch.
01:11:41: Das
01:11:43: ist die Theorie von mir.
01:11:44: Die Ideologie von mir, wissen Sie?
01:11:48: Wenn ... warum nicht hier mehr Leute, natürlich wenn sie vernünftig sind, das so ein Tisch größer und jeder kann also seinen Anteil abnehmen.
01:12:04: Ja.
01:12:06: Irgendwie ist es gerade wieder so einen Full Circle Moment weil die Idee für diese Folge ja auch an diesem Gedeckten Tisch mit diesem tollen Essen und diesen... Weiß ich nicht, zwanzig Leuten.
01:12:19: Wir haben jetzt heute nur von vier gehört aber insgesamt waren es zwanzIG.
01:12:24: Jede dieser Personen die da mit am Tisch saß hätte ganz sicher auch noch einen... Also hat ja auch an dem Abend Aber das würde den Rahmen einfach sprengen Den Moment der Begegnung mit dir zum Besten gegeben.
01:12:37: Du hast erzählt Wo hast du mein Herz berührt?
01:12:41: Wo habe ich dein Herz beruert?
01:12:42: Das war ein drei Stunden Erzählung von Hossins Leben.
01:12:48: Und ich finde, also mich hat es so berührt, mich hat das so sentimentale gemacht und es war so ergreifend diese vielen Menschen die deinen Lebensweg gekreuzt haben da versammelt zu sehen und in den höchsten Tönen von dir sprechen zu hören und was alle ja einte.
01:13:11: Du hast das Leben jeder einzelnen Person, die da am Tisch saß einfach so sehr bereichert.
01:13:17: Und keiner von denen, keine von denen möchte dich messen und alle sind so froh dass sie dich kennen!
01:13:26: Wir nehmen die Folge gerade ja auch in der Zeit auf, in der die Gräben tiefer werden und in der Leute eher Misstrauen statt zu vertrauen.
01:13:40: Das wird uns gerade ja auch überall erzählt.
01:13:43: Und es wird ja grade viel ins Ohr geflüstert, das ist alles irgendwie schrecklich.
01:13:49: und die Fremden seid bloß vorsichtig und haltet bloß alles zusammen.
01:13:55: Ich hatte den Eindruck... ...das Gegenteil ist der Fall!
01:14:00: Wir sollten lieber einen Schritt mehr aufeinander zugehen weil mein Gegenüber mir vielleicht nichts wegnimmt, sondern wenn ich mich traue die Türen spalt aufzumachen.
01:14:14: Mich halt bereichert.
01:14:16: und im Bezug auf Hossein ist es fürs Tollus so war.
01:14:21: wir haben so viel Schnittmenge mit dir inzwischen.
01:14:24: ja ich weiß nicht wie häufig wir hossain angerufen haben weil wir Hilfe gebraucht haben.
01:14:29: also wir haben dich häufig um Hilfe gebeten ey Hossin, kennst du jemanden der jemanden kennt?
01:14:33: Der.
01:14:34: Wir brauchen... Kannst du das fahren?
01:14:36: Kannst Du uns fahren?
01:14:37: Kanst Du das
01:14:38: abholen?".
01:14:38: Hossinn hat das komplette Tullus gestrichen nach dem Wasserschaden.
01:14:42: Es musste schnell gehen so und du hast uns auch einen guten Preis gemacht!
01:14:49: Jens wird jetzt den Boden abziehen und auch da, den haben wir über dich kennengelernt.
01:14:56: So viele Kontakte so viele nette Leute so viele helfende Hände so viel Hilfe einfach die wir von dir bekommen haben Und ich finde wirklich unterm Strich Ich will es nicht aufrechnen so aber unser Leben ist so viel besser geworden weil wir dich kennen Hossein das Ja.
01:15:20: Und weißt du, Ilona?
01:15:22: Es gibt viele Menschen wie Hossin in Deutschland gerade seit Jahr zweitausendfünfzehn.
01:15:29: Ich bin eine von denen.
01:15:30: Es gibt vieler, vieler Menschen.
01:15:33: Viele Flüchtlinge soll ich sagen.
01:15:35: Ich kenne viele Freunde die von einem Zeit sind also zweitausend Fünften, die jeder hat... Bestimmt vom Zehn, wenn ich sage.
01:15:45: Neun davon hatte Ausbildung gemacht, vernünftig arbeitet, kennt viele Menschen, viele Deutsche und es gibt viele ähnliche Geschichte.
01:15:56: Und manche haben leider mit uns noch nie zu tun gehabt oder schnell schlechte Erfahrungen gehabt irgendwann und dann Schluss.
01:16:06: Also für die bedeuten wir nur Negatives.
01:16:13: Obwohl das stimmt nicht, muss man einfach reinlassen erstmal.
01:16:22: Was ich immer gerne das Wort sage.
01:16:25: Ja, Herzaufmachen halt!
01:16:27: Herzaufmachen Leute wirklich... Einmal angucken.
01:16:30: Wirklich gucken, wen habe ich denn da vor mir?
01:16:32: Und zu sehen das ist ein echter Mensch mit einer echten Geschichte und nicht eine Ansammlung an Vorurteilen die ich jetzt auf seine Haut projizieren kann.
01:16:40: Ich glaube, dass machen wir gerade einfach so oft.
01:16:43: Ich will zum Schluss noch eine Sache machen sagen weil das in die Folge passt und auch weil es Zeit ist.
01:16:53: Wir haben grade einen ganz tollen Spüler der heißt Umesh.
01:16:56: Umesh kommt aus Indien.
01:16:58: Der hat jetzt schon eineinhalb Jahre bei uns einen Top-Job gemacht, der ist super fleißig und ganz großartig.
01:17:05: Und er hat jetzt fertig studiert.
01:17:08: Und zwar wie es offensichtlich unter unseren Spülern so üblich ist – die können und wissen alle mehr als wir.
01:17:14: Guckt euch mal aussehen an!
01:17:16: Der ist ja auch nicht aufzuhalten... Und bei Umesh ist das auch so.
01:17:20: Er hat bei uns gearbeitet, um sich seinen Studium zu finanzieren und jetzt ist er fertig!
01:17:24: Der hat einen Bachelor in Dental Surgery und ein Master in Public Health und der sucht einen Job als Zahnarzthelfer weil der später Zahnarzts werden möchte und er wird ein brillanter Zahnärzt werden.
01:17:37: und er ist toll und fleißig und freundlich und ein unglaublich wunderbarer warmherziger ja ganz körpergroßartiger Mensch.
01:17:48: Jemanden kennt, der jemanden kennt oder vielleicht selber jemanden sucht.
01:17:52: Dann wäre es ganz großartig wenn ihr auf uns zukommt.
01:17:55: wir werden wahnsinnig traurig sein den zu verlieren genauso wie wir richtig traurigt waren dass Hossein nicht mehr bei uns gearbeitet hat.
01:18:01: Wir sind richtig happy.
01:18:04: ich
01:18:04: bin für euch immer da.
01:18:05: ja wir wissen das sehr das hast du auch mehrfach unter Beweis gestellt Hosseinn aber dein Platz ist genau wie umes platz natürlich nicht an der spüle.
01:18:17: Wir sind happy, dass wir mit euch zusammenarbeiten durften slash dürfen.
01:18:22: Aber natürlich gehört dir da nicht hin!
01:18:25: Also danke für alles was du fürs Zulass getan hast und noch tun wirst.
01:18:29: Deine Geschichte ist so krass... Ich hoffe irgendjemand kommt auf dich zu und kauft die Filmrechte weil wir haben ja nur einen kleinen Teil davon erzählt.
01:18:38: Da ist noch viel mehr passiert.
01:18:41: Wir wissen das war eine lange Folge.
01:18:43: Ich hab bestimmt irgendwie ganz viele wichtige Sachen vergessen.
01:18:47: Ich habe Angst davor, dass wir es nicht behutsam genug erzählt haben oder weiß ich nicht ... Nicht eingebettet genug ins große Ganze!
01:18:56: Ich hoffe, wir haben trotzdem eine Folge da draus bekommen, die dir, Hossein auch nur halbwegs gerecht
01:19:03: wird?
01:19:04: Du bist so ein toller Typ ey...
01:19:06: Ich danke euch also.
01:19:08: Ja, ganz toller Tag war für mich heute.
01:19:12: Ich konnte darüber Tunis noch mit euch beide am Tisch setzen.
01:19:17: Das war großartig für mich.
01:19:19: Grundsätzlich können wir festhalten, auch für dich ist immer Platz an unserem Tisch.
01:19:23: Sehr gut!
01:19:24: Solange der gedeckt ist und vielen Dank, dass du heute hier warst.
01:19:29: Vielen Dank, das du in unserem Leben bist.
01:19:31: Ja ich möchte mich verabschieden an dieser Stelle.
01:19:34: Du hast Tränen
01:19:35: in den Augen?
01:19:36: Wenn du noch was sagen möchtest, dann kannst du es gerne tun.
01:19:39: Und ansonsten würde ich sagen goodbye
01:19:43: Wir sehen uns bald wieder.
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